Saatguternte
Stürme von Orkanstärke wie Kyrill haben dem deutschen Wald arg zugesetzt. Insbesondere Fichtenwälder hatten Kyrill & Co. Kaum etwas entgegenzusetzen und fielen oft um wie Streichhölzer. Bei der Aufforstung der Wälder versuchen die Forstämter nun, Waldgebiete für die Stürme der Zukunft widerstandsfähiger zu machen.
Um einen Baum – und ganze Wälder – neu pflanzen können, bedarf es freilich geeigneten Saatgutes. Zapfenpflücker gewinnen dieses Saatgut von ausgesuchten Bäumen in oft spektakulärer Höhe. Nur speziell ausgebildeten Fachleuten ist diese Arbeit erlaubt. Alexander und Kevin vom Baumdienst Siebengebirge – beides Söhne Gary Blackburns – gehören zu diesen speziell geschulten Profis.
Wir waren dabei, als sich Alexander und Kevin der anspruchsvollen Aufgabe stellten, rund 500 Kilo Douglasienzapfen zu ernten, damit daraus im Auftrag des staatlichen Forstamtes etwa 4,5 Kilo Samen und später rund 90.000 der begehrten Pflanzen gezogen werden können.
Die Profis des Baumdienst Siebengebirge pflücken ebenso Zapfen aus privaten Parks und Gärten, um einen Baum mit besonderer Bedeutung für die Besitzer für die Zukunft - und damit über Generation hinweg – als Samen und wann immer gewünscht als Pflänzling bewahren zu können.